Herpesvirus-Infektionen

Die bedeutendsten Vertreter der Herpesviren sind die Equinen Herpesviren (EHV) 1 und 4. Diese beiden Virustypen befallen sowohl den Atmungs- als auch den Geschlechtsapparat sowie das Zentralnervensystem. Herpesviren gehören zusammen mit den Influenzaviren zu den häufigsten Erregern von Atemwegserkrankungen. Die Übertragung der hoch ansteckenden Herpesviren erfolgt durch direkten Kontakt und Tröpfcheninfektionen.

Jedes Pferd ist gefährdet. Fast 80% aller Pferde in Deutschland setzen sich bis zum 3. Lebensjahr mit Herpesviren auseinander. Ein einmal infiziertes Pferd bleibt zeitlebens Virusträger - auch wenn zunächst keine Krankheitssymptome auftreten. Durch Stressfaktoren oder Schwächung des Immunsystems kann es zu einer massenhaften Vermehrung der Viren kommen, mit der Folge, das das Pferd erkrankt und außerdem Viren mit allen Sekreten der Atemwege ausscheidet. So verbreitet sich das Herpesvirus im ganzen Pferdebestand.

Es gibt Impfstoffe, durch die das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern stimuliert wird. Um einen ausreichenden Immunschutz aufrechtzuerhalten, müssen die Schutzimpfungen regelmäßig alle 6 Monate wiederholt werden.